Wenn wir an die Apollo-Missionen denken, fallen uns meist die ersten Namen ein: Neil Armstrong oder Buzz Aldrin. Doch auch James Benson Irwin, der im Juli 1971 als achter Mensch den Mond betrat, hinterließ ein beeindruckendes Vermächtnis – nicht nur in der Raumfahrt, sondern auch im Glauben.
Vom Testpiloten zum Astronauten
James Irwin wurde 1930 in Pittsburgh geboren und machte Karriere in der US Air Force als Testpilot. Schon dort erlebte er Grenzerfahrungen: Nach einem schweren Flugzeugabsturz sollen die Ärzte gesagt haben, dass er nie wieder richtig laufen würde. Doch er erholte sich vollständig. 1966 wurde er von der NASA als Astronaut ausgewählt – eine Berufung, die ihn bis ins All führen sollte.
Apollo 15 und der Blick zu den Sternen
Als Lunar Module Pilot der Mission Apollo 15 betrat Irwin am 31. Juli 1971 die Oberfläche des Mondes. Gemeinsam mit Dave Scott erkundete er die raue Landschaft der Hadley-Apenninen, fuhr den ersten Mond-Rover und half beim Auffinden des berühmten „Genesis Rock“, eines uralten Mondgesteins.
Während der Mission teilte Irwin über Funk eine persönliche spirituelle Reflexion mit. Als er die gewaltigen Berge der Mondlandschaft sah, äußerte er den Vers aus den Psalmen: ‚Ich werde an eine Stelle aus den Psalmen erinnert:
„Ich schaue auf zu den Bergen, von wo mir Hilfe kommt.
Später erzählte Irwin, er habe die Gegenwart Gottes auf dem Mond stärker gespürt als jemals zuvor. Die Erde erschien ihm wie ein zerbrechlicher Weihnachtschmuck, schwebend im schwarzen All – ein Anblick, der ihn demütig machte.
Ein Moment des Gebets
Bei der Einrichtung eines wissenschaftlichen Geräts auf dem Mond hakte etwas, und die Zeit lief. James Irwin hielt kurz inne und betete leise um Hilfe. Kurz darauf kam ihm die entscheidende Idee – und das Gerät ließ sich aufrichten. Später erzählten er und seine Frau Mary, wie tief ihn dieser Moment berührte; für ihn war es ein erfahrbarer Augenblick von Gottes Nähe.
Vom Mond zur Mission
Zurück auf der Erde wurde die Mondmission für Irwin zum Wendepunkt. Er beschrieb sich zuvor als „lauwarmen Christen“ – nun aber begann er, Jesus Christus bewusst nachzufolgen. 1972 gründete er die High Flight Foundation, eine Organisation, mit der er weltweit über seine Erlebnisse sprach. Immer wieder betonte er, dass es bedeutender sei, „auf den Knien vor Gott zu stehen, als auf den Füßen auf dem Mond“.
Er unternahm sogar Expeditionen in die Türkei, um nach Spuren der Arche Noah zu suchen – nicht aus Sensationslust, sondern aus dem Wunsch heraus, Menschen die Glaubwürdigkeit der Bibel nahezubringen.
Ein kurzes, aber erfülltes Leben
James Irwin starb am 8. August 1991 im Alter von nur 61 Jahren an einem Herzinfarkt – als erster der zwölf Mondastronauten. Er hinterließ seine Frau Mary Ellen und fünf Kinder. Doch sein Vermächtnis lebt weiter: in den NASA-Archiven, in der kleinen Gedenkfigur „Fallen Astronaut“, die er mit Dave Scott auf dem Mond hinterließ – und vor allem in der Botschaft, dass die größte Entdeckung nicht im All, sondern im Herzen geschieht.
Lies hier auch die bewegende Geschichte von Astronaut Charles Duke, dem jüngsten Menschen auf dem Mond – und wie auch er im Glauben an Jesus Christus seine größte Entdeckung machte.
Quellen
Wikipedia | NASA Apollo Transcripts | Apollo 15 Lunar Surface Journal | High Flight Foundation | More Than Earthlings (James Irwin) | To Rule the Night (James Irwin) | To Touch the Face of God (Kendrick Oliver) | Obituaries & Family Accounts | Mary Irwin Interviews (u. a. GodReports, Mark Ellis) | SpaceHistory & Apollo 15 Reports
Die Bilder stammen von der Nasa und sind gemeinfrei. (Wikipedia Commons)


