Ein bekanntes Gesicht aus „Chicago Med“

Marlyne Barrett (*13.09.1978 in New York City) ist vielen Serienfans durch ihre Rolle als Krankenschwester Maggie Lockwood in der Erfolgsserie „Chicago Med“ bekannt. Was viele jedoch nicht wissen: Hinter ihrem Erfolg steht eine Geschichte voller Schmerz, Kampf – und einer tiefen Glaubensentscheidung.

Ein Leben beginnt im Dunkel

Schon früh erlebte Marlyne schweres Leid. Bereits mit zwei Jahren wurde sie sexuell missbraucht. Ihre Eltern, die aus Haiti in die USA eingewandert waren, um in New York zu studieren, schickten sie für eine Zeit nach Kanada zu Verwandten. Auch diese Phase war geprägt von Verlust, als ihre Tante an Krebs starb.

Über lange Zeit fühlte sich Marlyne wie umgeben von einer dunklen Präsenz, die versuchte, ihr die innere Reinheit zu rauben. Sie kämpfte mit Verwirrung, Wut und Verzweiflung – bis hin zu einem Suizidversuch, den sie überlebte. Trost fand sie nur bei den Gottesdiensten mit ihrer Großmutter in der katholischen Kirche.

Ein Wendepunkt auf der Busfahrt

Als Jugendliche kam es zu einem entscheidenden Moment: Während einer Busfahrt – innerlich völlig am Ende – rief sie verzweifelt nach Jesus, sofern es ihn wirklich gebe. In diesem Moment hatte sie eine Vision, in der sie Jesus außerhalb des Busses in den Bäumen sah. Für Marlyne war dies so eindrucksvoll, dass sie sich von da an entschloss, Gott zu suchen.

Erste Schritte im Glauben: Von Esther und einer neuen Identität

Ihr Weg führte sie nach Montreal in die Gemeinde „Catch the Fire“, eine charismatische Kirche, die aus der „Toronto Blessing“-Bewegung hervorgegangen ist. Als sie dem Pastor erzählte, dass sie seit ihrer Kindheit gerne geschauspielert habe, wurde sie ermutigt, ihre erste „Rolle als Christin“ in Form eines Monologs aus dem Buch Esther zu übernehmen.

Danach zog sie sich jedoch jahrelang vollständig aus der Schauspielwelt zurück. Es war ihr wichtig, zu wachsen, zu heilen und ihre Identität in Christus tiefer zu verstehen – fern vom Rampenlicht.

Berufung nach Hollywood – bewusst mit Gott

Erst später, in einer ruhigen Zeit, hatte sie den inneren Eindruck, dass Gott sie nach Hollywood senden wolle. Sie sprach mit ihrem Pastor darüber, prüfte diese Eingebung sorgfältig – und begann dann, diesen Weg konkret zu gehen.

Sie studierte Schauspiel an renommierten Schulen, arbeitete hart und setzte alles daran, ihre Begabung in Einklang mit ihrem Glauben zu leben. Den späteren Durchbruch in der Film- und Fernsehbranche empfand sie rückblickend als Gnade – nicht als Selbstverständlichkeit.

Berufung, Heilung und Hoffnung

Heute steht Marlyne Barrett nicht nur für herausragendes Schauspiel, sondern auch für eine starke geistliche Botschaft. Sie möchte anderen Mut machen, ihre Träume mit Gott zu verwirklichen – auch, wenn der Weg durch tiefe Täler führt.

Persönlicher Kampf gegen den Krebs

Im Jahr 2022 erhielt Marlyne die Diagnose einer seltenen Form von Eierstock- und Gebärmutterkrebs. Auch diesen Weg geht sie – getragen von ihrem Glauben – mit Hoffnung und Entschlossenheit. In Interviews berichtet sie, dass sie sich heute in einem „freudigen Überlebensmodus“ befinde und sich getragen fühle.


Quellen:  The Conversion Series Ep 12 | The Conversion of Marlyne Barrett, Shiloh Global with Wesley and Stacey Campbell (Podcast, englisch) | people.com 


Hinweis zu den Bildern: Die im Artikel verwendeten Zeichnungen und Portraits wurden mithilfe moderner KI-Technik erstellt. Sie dienen ausschließlich der Veranschaulichung, um die Geschichte lebendig und greifbar zu machen – sie sind keine originalen historischen Aufnahmen.